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Caritas-Expertenteam berät zum Alkoholkonsum

02.​06.​2026

Vom 13. bis 21. Juni 2026 findet die bundesweite „Aktionswoche Alkohol 2026“ statt, eine Gemeinschaftsinitiative vieler sozialer Einrichtungen und der Politik zur Suchtproblematik insbesondere mit Alkohol. Der Caritasverband für den Landkreis Landsberg am Lech bietet in der erweiterten und modernisierten Suchtberatungs- und Behandlungsstelle in der Brudergasse 215 ein umfangreiches Angebot für Betroffene und Angehörige jeden Alters.

 

Sehr willkommen sind in der Beratungsstelle aber auch Menschen, die sich generell zum Thema Alkohol informieren und die eigenen Konsumgewohnheiten hinterfragen wollen. Diplom-Psychologin Susanne Klein: „Die weit verbreitete Meinung, dass Alkohol in einem gewissen Maß gesund sein soll, ist wissenschaftlich klar widerlegt. Alkohol ist ab dem ersten Tropfen Gift und bestimmte Risikogruppen wie etwa Jugendliche sollten besonders vorsichtig damit umgehen. Für Schwangere sollte Alkohol grundsätzlich tabu sein.“ 

 

Auch die Experten der Caritas erleben heute immer noch im Alltag, dass Alkohol als selbstverständlich gesehen wird, um zum Beispiel miteinander zu feiern. Man wird aufgefordert mitzutrinken und keine „Spaßbremse“ zu sein. Doch zum Glück steigt inzwischen die Zahl der Lokale und auch der Gastgeber, die eine breite Palette alkoholfreier Getränke anbieten. „Jeder sollte selbst entscheiden dürfen, ob er Alkohol trinken will oder nicht“ erklärt Susanne Klein, „nur wer erlebt, dass Feiern auch ohne Alkohol Spaß macht, hat wirklich eine freie Wahl.“ Die Grundproblematik beim Alkoholkonsum liegt nach den Erkenntnissen der Wissenschaft und auch des Caritas-Teams darin, dass die Grenzen zum Alkoholmissbrauch und in der Folge zur Alkoholabhängigkeit mit vielfältigen negativen Folgen für die Betroffenen und deren Angehörige, fließend sind. Alkoholmissbrauch verursacht körperliche, psychische oder soziale Schäden, ohne dass zwingend eine körperliche Abhängigkeit vorliegt. Er ist gekennzeichnet durch riskantes Trinkverhalten, das zu Problemen in Beruf, Familie oder Gesundheit führt.

 

Hilfe für Betroffene und ihre Angehörigen

Um eine erste Einschätzung des eigenen Konsumverhaltens zu bekommen, gibt es im Internet viele Möglichkeiten eines Selbsttests z.B. unter www.kenn-dein-limit.de. „Außerdem stehen wir als Beratungsstelle gern zur Verfügung“, erklärt Susanne Klein, „wir wollen die Menschen für die Thematik und die daraus resultierenden Probleme und Gefahren sensibilisieren.“ Im persönlichen Beratungsgespräch werden - auf Wunsch auch zusammen mit den Angehörigen - die individuelle Situation und die Trinkgewohnheiten der Klienten mit ihren Folgen analysiert. Die Fachkräfte der Caritas geben dann Hilfestellung zur Reduktion des Konsums und zur Bewältigung negativer Folgen im privaten oder beruflichen Umfeld.

 

Bei Alkoholabhängigkeit vermittelt das Team Basiswissen über die Erkrankung selbst, erläutert die Bausteine des Suchthilfesystems, zeigt den Angehörigen typische Begleiterscheinungen auf und Möglichkeiten, wie sie mit der Situation umgehen können. Therapeutische Formen sind dabei Einzelgespräche und Gruppensitzungen. Je nach Bedarf werden auch niedergelassene Psychotherapeuten oder Ärzte eingeschaltet, Kontakte zur stationären Weiterbehandlung oder zu Selbsthilfegruppen vermittelt.

 

Die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle der Caritas in der Brudergasse 215 erreicht man telefonisch unter 08191 96997-60 oder per Mail  

 

Bild zur Meldung: Caritas - Zentrum für Suchthilfe - Foto: L. Egen-Gödde